Kürzlich hatte ich auf dem Weg zum Müll eine unerwartete und ungewollte Begegnung: Ich kam um eine Ecke, und da bewegte sich etwas langes Schwarzes auf dem Boden und verschwand hinter einer Kiste. Ich konnte es kaum fassen, dass in Deutschland eine so große Schlange lebt! Mittlerweile weiß ich, dass ich einem Ringelnatter-Weibchen begegnet bin. Immer wenn ich daran zurückdenke, wird mir wieder bewusst: ich mag Schlangen überhaupt nicht!

Während dieser Begegnung kam mir ein Gedanke: In der Bibel gibt es auch eine Geschichte von einer Schlange im Garten. Ganz am Anfang, wo Satan als Schlange kommt und die ersten Menschen dazu verleitet gegen Gott zu sündigen und damit alles kaputt macht. Die Welt und ihre Bewohner werden verflucht, Gott und Menschen sind getrennt – unüberwindbar. Tod, Schmerz und Leid kamen in diese Welt. Und genau hier ein Vers über Menschen und Schlangen. Es wird eine Feindschaft zwischen dieser Schlange und den Menschen geben. Und dann ein unglaublicher Satz: ein Mensch wird kommen und den Kopf der Schlange zertreten. Dabei wird ihn die Schlange aber an der Ferse verletzen (1. Mose 3,15).

Erst viel später werden wir sehen, was damit gemeint war: ein Mensch kam und besiegte die Schlange. Satan, Sünde und der Tod wurden besiegt. Allerdings war der Preis hoch. Dieser Mensch wurde an der Ferse verletzt. An einem Kreuz wurden ihm Hände und Füße mit Nägeln durchbohrt. Er nimmt den ganzen Zorn Gottes auf sich und wird in ein Grab gelegt. Der Sieg über Satan, Sünde und Tod hat einen großen Preis gefordert.

Jesus gab sein Leben dafür um den Kopf der Schlange zu zertreten. Sein Leben für Sünder. Sein Leben, um mit Gott versöhnt zu sein und die Folgen von 1. Mose 3 wieder umzukehren. Das ist Gottes Geschichte mit den Menschen: von Anfang bis zum Ende.

Schlange im Garten